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Wir haben etwas gegen Mobbing!

Heute ist der internationale "Behaupte-dich-gegen-Mobbing" Tag. Dieser Tag soll ein Symbol der Solidarität für die Betroffenen darstellen und ein Zeichen gegen Mobbing setzen.


Als Symbol gegen Mobbing tragen wir heute ein „Pinkes T-Shirt“ bzw. zeigen die Farbe Pink. Doch warum gerade Pink?



Dies geht auf einen kanadischen Neuntklässler zurück, der einst mit einem pinken T-Shirt in die Schule ging. Aufgrund dessen wurde er von seinen Mitschülern beleidigt und schikaniert. Gemobbt aufgrund seiner Kleidung.

Zwei Zwölftklässler fühlten sich


dabei nicht wohl und widersetzen sich dem Mobbing. Am nächsten Tag kamen deshalb auch sie, um sich dem Jungen solidarisch zu zeigen, mit Pinken T-Shirts in die Schule. Andere Schüler taten es Ihnen gleich und kamen an den darauf folgenden Tagen ebenfalls mit pinken Shirts in die Schule. Alle setzten sie so ein Zeichen gegen Mobbing. Auf dieses Geschehen in Kanada geht der "Behaupte-dich-gegen-Mobbing" Tag zurück.

Eine kleine Geste. Eine große Wirkung.

Aber weißt Du denn eigentlich, was Mobbing wirklich ist?


Das Wort Mobbing kommt aus dem Englischen und leitet sich von "to mob" ab. Dies bedeutet so viel wie „bedrängen“ , „attackieren“, „angreifen“ oder „anpöbeln“.

Mobbing unterscheidet sich von Streitereien dahingehend, dass es gezielt und systematisch über einen längeren Zeitraum vollzogen wird.

Des Weiteren richtet es sich meistens nur gegen eine Person.

Mobbing bei Kindern

Wusstest Du, dass mehr als jeder 5. Schüler im Alter von 15 Jahren mehrmals im Monat von seinem Umfeld beleidigt, schikaniert, bedrängt und schlicht weg gemobbt wird?

Das geht aus der PISA* Studie von 2018 hervor. Wenn Kinder von Mobbing betroffen sind, kann sich ihr Wesen und Verhalten grundlegend ändern. Auf einmal regiert das Kind gereizt, verschließt sich oder zieht sich zurück. All das können Anzeichen von Mobbing sein.

Mobbing bei Erwachsenen

Mobbing findet aber nicht nur unter Kindern und Jugendlichen statt, sondern kann auch am Arbeitsplatz stattfinden. Wenn man z.B. immer vom Chef oder den Kollegen ignoriert wird, vom gemeinsamen Essen in der Kantine ausgeschlossen wird oder wenn gegen Dich offen Respektlosigkeit demonstriert wird. Geschieht all dies regelmäßig und über längere Zeit,

so spricht man auch hier von Mobbing.

Cybermobbing

Schaut man sich die verschiedenen Arten von Mobbing, so ist Cybermobbing die schlimmste Variante. Im Schutze der Anonymität verfolgt einen das Mobbing über Social Media bis in die eigenen 4 Wände.

Dort, wo man sich eigentlich am sichersten fühlen sollte.

Die wenigsten wissen tatsächlich, dass Beleidigungen auch im Netz strafbar sind und zur Anzeige gebracht werden können. Vielmehr müssen diese angezeigt werden, um den Kampf gegen Mobbing aufzunehmen. Leider ist beim Cybermobbing die Anonymität das größte Problem, da die Profile der „Mobber“ oftmals nicht zuzuordnen sind.

Kinder aufklären

Es ist also wichtig, dass jedes unserer Kinder aufgeklärt wird.

Aufgeklärt darüber, was sie tun können, wenn auch sie in ihrem Umfeld oder im Internet angegangen werden. Genau so müssen wir die Kinder darüber aufklären, dass es nie eine gute Lösung sein kann, jemanden zu beleidigen, zu beschimpfen, auszulachen und zu mobben.

Denn oftmals denken gerade kleinere Kinder nicht über die Wirkung ihrer Worte nach oder werden durch die Dynamik einer Gruppe mitgerissen.

Doch was kannst Du tun, wenn Du gemobbt wirst?

  1. Suche Dir Hilfe! Sprich mit einer Person Deines Vertrauen darüber. Schweige niemals über diese Thematik, denn so wird keine Besserung auftreten. Viele Kinder und Jugendliche haben Angst, als „Petze“ bezeichnet zu werden, wenn sie Beleidigungen oder Schikanen erfahren und jemandem davon erzählen… Doch Du musst Dir stets über eines im Klaren sein: Nicht Du hast etwas falsch gemacht! Rede z.B. mit Deinen Eltern und erkläre Ihnen in Ruhe, was passiert ist und wie Du Dich fühlst. Gemeinsam könnt ihr eine Lösung und auch einen Weg finden, dies in der Schule mit den Lehrern und Schülern zu besprechen. In der Schule selbst kannst Du Dich an Vertrauenslehrer oder Schulpsychologen wenden. Auch diese können und werden Dir helfen.

  2. Des Weiteren kannst du dich zum Beispiel bei der "NummergegenKummer" 08001110333 melden um Hilfe zu erhalten. Dort triffst Du auf geschulte Menschen, die Dir mit Rat und Tat zur Seite stehen und Dir wertvolle Tipps geben, wie Du handeln kannst. Des Weiteren findest Du dort eine neutrale Person, mit der Du jeder Zeit sprechen kannst. Eine Person, die Dir zuhört.

  3. Lerne Dich zu wehren! Du musst niemals Beleidigungen oder Schikanen über Dich ergehen lassen. Hierbei gibt es viele Möglichkeiten, Deinen „Mobben“ entgegen zu treten. Wichtig: Bekämpfe kein Mobbing mit Mobbing. Mache auf Dich und die Situation aufmerksam. Wirst Du gerade beleidigt oder bedrängt, so erhebe Deine Stimme und sorge so dafür, dass andere um Dich herum mitbekommen was passiert. So kann Dir jemand helfen. So wissen alle sofort, dass Du es bist, die geärgert wird. Sei kein Opfer, Wehr dich!

Natürlich besprechen auch wir diese Thematik immer wieder in unserem Kinder und Jugend Unterricht, um die Kinder aufzuklären und Ihnen zu zeigen, wie sie sich richtig gegen Mobbing zu Wehr setzen können. Verbal und körperlich.

*Hier geht es zur Pisa Studie von 2018


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